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Evangelische Pfarrgemeinde Augsburger und Helvetisches Bekenntnis (A.u.H.B.)

Oberfeldweg 13

6700 Bludenz

Telefon: 05552/67483

Herzlich Willkommen!

Unsere nächsten Gottesdienste

25.02.2018  18.00 Uhr Abendgottesdienst

02.03.2018 19.30 Uhr Weltgebetstag der Frauen

04.03.2018 10.00 Uhr Gottesdienst,

11.03.2018  10.00 Uhr Gottesdienst ;gleichzeitig Kindergottesdienst, anschließend Kirchencafé

18.03.2018 10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl

25.03.2018 18.00 Uhr Abendgottesdienst zum Palmensonntag

29.03.2018 19-.00 Uhr Gottesdienst zu Gründonnerstag Abendmahl mit Einzelkelchen

30.03.2018  10. 00 Uhr  Gottesdienst zu Karfreitag, Abendmahl mit Gemeinschaftskelch, gleichzeitig Kindergottesdienst

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Gemeindeleitung

Pfarrerin Eva-Maria Franke

Kuratorin Gabriela Glantschnig

Stellvertretende Kuratorin Mirjam Petry

Schatzmeisterin Christiane Brauns

Stellvertretende Schatzmeisterin

Presbyterin Sara Arabi

Presbyterin Nicole Amann-Winter

Presbyter Gunther Zirl

GemeindevertreterInnen

Brauns Rainer

Hilbrand Manuela

Klaus Lattner

Jasmin Moosberger

Helga Schilcher

Karin Trommelschläger

Gabriele Wimmer

Wahlergebnis 2017

Wahlergebnis
der Wahl zur Gemeindevertretung
der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. Bludenz
am 29. Und 31.10.2017

abgegebene gültige Stimmzettel: 70

Amann-Winter Nicole Jg. 1976, Bürokauffrau
Arbabi Sara Jg. 1982, Angestellte
Brauns Christiane Jg. 1963, Buchhalterin
Brauns Rainer Jg. 1963, Rechtsanwalt
Glantschnig, Gabriela Jg. 1963, Hausfrau
Hilbrand, Manuela Jg. 1970, Gemeindesekretärin
Lattner, Klaus Jg. 1961, Arzt
Moosberger Jasmine Jg. 1989, Lagerlogistikerin
Nigsch, Johanna Jg. 1967, Kindergartenpädagogin
Petry, Mirjam Jg. 1977, Apothekerin
Schilcher, Helga Jg.1962, Apothekerin
Trommelschläger Karin Jg. 1959, Informatikerin
Wimmer Gabriele Jg. 1961, Angestellte
Zierl Gunther Jg. 1955, Ziviltechniker

Alle Kandidatinnen und Kandidaten sind gewählt worden. Bis Mittwoch, den 15.10.2017, 12.00 Uhr können Wahlanfechtungen beim Presbyterium eingebracht werden.

Bilder von der Synode H.B. 2013

Heidelberger Katechismus

Heidelberger Katechismus

 

 

Synodalpräsident bei der Scheckübergabe

Synodalpräsident bei der Scheckübergabe

LSI Th, Hennefeld beim Synodenempfang in der Nationalbibliothek in Wien

LSI Th, Hennefeld beim Synodenempfang in der Nationalbibliothek in Wien

Heidelberger Katechismus

Heidelberger Katechismus

Synodale 2013 bei der Scheckübergabe

Synodale 2013 bei der Scheckübergabe

Foto:  epd/Uschmann

Weiter Fotos sind auf evang.at /Synode Wien zu finden

Veranstaltungen

11.11.2017 Frauen treffen Frauen in der Pauluskirche Feldkirch um 14.00 Uhr

14.12.2017 Seniorennachmittag ab 14.30 Uhr

 

Geschichte

Geschichte

Geschrieben von Altkurator Klaus Adam, verstorben 2014; anlässlich 50 Jahre Evangelische Kirche Bludenz,

Die reformatische Bewegung in Vorarlberg ist eng verbunden mit Bartholomäus Bernhard aus Schlins, der an der theologische Fakultät Wittenberg wirkte, ein enger Freund Dr. Martin Luthers war und bereits 1516 seine Thesen, die denen von Dr. Martin Luther inhaltlich gleich kamen, öffentlich diskutierte.

Es blieb so nicht aus, dass die reformatorische Bewegung zuerst im Raum Bludenz viele Anhänger fand. Luzius Matt, 1520 Pfarrer in Dalaas und der Kaplan im Kloster St. Peter, Thomas Gassner, vertraten als erste Priester die Lehre Luthers. Luzius Matt, ein Schüler Luthers, war ein volkstümlicher Redner und hatte großen Zulauf. Sehr viele Bürger aus Bludenz und Umgebung bekannten sich zum neuen Glauben und 1524 verließen einige Klosterfrauen das Kloster St. Peter und heirateten.

Die Regierung in Innsbruck sah nicht tatenlos zu. Ende 1524 wurden Luzius Matt und Thomas Gassner festgenommen, zwar entkamen sie mit Hilfe von Bludenzer Bürger, aber weitere härtere Maßnahmen der Regierung setzten der Reformationsbewegung in Bludenz ein Ende. Luzius Matt floh nach Zürich und schließt sich Zwingli an. Thomas Gassner entkommt nach Lindau und wird dort der führende Reformator.

Während später in Inneröstereich das von Kaiser Josef II. am 13. Oktober 1781 erlassene Toleranzpatent immerhin den Geheimprotestantismus ein Ende setzte, blieb in Vorarlberg und Tirol alles unverändert. Kaiser Ferdinand der Gütige vertrat den Standpunkt, dass das Toleranzpatent für die Lander Tirol lund Vorarlberg kein Gültigkeit habe. So kam es noch 1837 zu der Vertreibung der „Zillertaler Protestanten“.

Mit der Industrialisierung, insbesondere durch Gründungen von Textilfabrikationen, kamen Unternehmer ins Land, die auch ihren Glauben mitbrachten und ihn nicht verleugnen wollen. Unter ihnen der Schweizer Unternehmer Melchior Jenny. In den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts gründete der Schotte John Douglas in Thüringen eine Baumwollspinnerei. In Bludenz errichtete im Jahr 1888 die Schweizer Fa. Suchard-Schokolade einen Zweigbetrieb. Diese und andere Gründungen bewirkten, dass Techniker und Facharbeiter ins Ländle kamen, die, trotzdem ihnen die freie Religionsausübung verwehrt war, treu zu ihrem Glauben standen.

Gestützt auf das Toleranzpatent von Kaiser Josef II. bemühte sich bereits 1835 Melchior Jenny aus Hard bei der Wiener Regierung um die Genehmigung zum Bau eines evangelischen Bethauses und eines Friedhofes, sowie  um die Genehmigung zur Anstellung eines evangelischen Geistlichen. Aber alles Bemühungen waren vergebens. Wien blieb unerbittlich.

Melichor Jenny`s Glaube war so zuversichtlich, dass er sich nicht entmutigen ließ. Er kaufte 1856, also fünf Jahre vor Erlass des Protestantenatentes, ein Grundstück „fernab von Staub und Getümmel den Verkehrs“, das später einmal für den Bau einer Kirche und für den Friedhof von Bregenz befindet.

Der Gründer der Thüringer Spinnerei, John Douglas, erbaute 1838 in Thüringen ein stattliches Haus, die Villa Falkenhorst. 1861 war er Mitbegründer der Evangelischen Gemeinde Vorarlberg und in seinem Haus wurden die erstem evangelischen Gottesdienste im Oberland abgehalten.

Am 8. April 1861 erlässt der Kaiser Franz Josef I. das Protestantenpatent, dass die Duldung in Gleichberechtigung umwandelt und allen Protestanten öffentlich religiöse Freiheit gewährleitstet.

Die Regierungen von Tirol und Vorarlberg sind aber der Auffassung, dass das Protestantenpatent ebenso wie das Toleranzpatent für die Tirol und Vorarlberg keine Gültigkeit habe. Die Vorarlberger versuchen bei der Wiener Regierung, zunächst ohne Erfolg, dass diese Einschränkung des Protestantenpatentes aufgehoben wird. Nach einer Privataudienz bei Kaiser Franz Josef I. erklärt dieser ausdrücklich, dass das Patent er Glaubensfreiheit in allen Österreichischen Landen Gültigkeit hat.

Eine Woche nach Bekanntgabe des kaiserlichen Patentes fand am 14. April 1861 die erste Beratung im Hause von Ferdinand von Schwarzenbach in Bregenz statt. Dieser Tag ist inoffiziell der Gründungstad der Evangelischen Gemeinde Vorarlberg. Es folgt am 2. Juni 1861 die erste Generalversammlung der Evangelischen von Vorarlberg auf Schloss Babenwohl (heute Landesbibilothek) in Bregenz.

Am 29. Dezember 1861 konnte der erste Kurator von Vorarlberg, Ernst Freiherr von Poellnitz, die offizielle Gründung der Evangelischen Gemeinde Vorarlberg bekanntgeben. Es wohnten damals ca. 400 Evangelische in ganz Vorarlberg. ( Im Bezirk Bludenz ca. 30)

Ab 1882 wurden in Bludenz im Schützenhaus viermal im Jahr Gottesdienste und 15-mal im Jahr Religionsunterricht abgehalten.

Nach unliebsamen Vorkommen, bei Beerdigungen in Bürs, Braz und Nüziders wurde es nötig im Raum Bludenz einen eigenen Friedhof zu errichten. Am  28. Juni 1887 wurde der Friedhof und die Friedhofskapelle in Bludenz (Büntweg Ecke Spitalgasse) seiner Bestimmung übergeben.

Am 24. April 1908 wird die Evangelische Pfarrgemeinde A. u. H.B. in Feldkirch eigenständig.

Das erste Lebenszeichen der jetzigen selbständigen Evangelischen Pfarrgemeinde Bludenz ist die  „Versammlungsschrift der Versammlung der stimmberechtigten evangelischen Gemeindemitglieder des politischen Bezirkes Bludenz im Schießhaus zu Bludenz den 14. November 1909 10.00 Uhr Vormittags“.

In dieser Versammlung wurde einstimmig beschlossen eine Evangelische Predigtstation Bludenz zu bilden.

Am 12. Februar 1910 wird Bludenz als Predigtstation vom Oberkirchenrat bestätigt. Bludenz verwaltet sich ab diesem Zeitpunkt selbst.

In den Jahresberichten wird das Eigenleben der Bludenzer immer wieder hervorgehoben. Es bestanden: ein Singchor, eine evangelischer Frauenkreis, Familienabende wurden abgehalten und gemeinsame Wandertage durchgeführt. Von nun an findet jeden 2. Sonntag in Bludenz im Schützenhaus (heute Standort Schlosshotel) ein Gottesdienst statt.

Eine Volkszählung am 31.12.1910 bringt genaue Zahle hervor: danach wohnen im Bezirk Bludenz 168 Evangelische, wobei in Bludenz mit 113 die meisten wohnen. Ab dieser Zeit wird auch immer wieder über einen Bau einer Kapelle oder Kirche nachgedacht, aber die Kosten sind zu hoch und nicht aufzubringen.

November 1918: Der Weltkrieg ist beendet. Die Industrien in Bludenz sind zum größten Teil stillgelegt, infolge dessen kommt durch die Arbeitslosigkeit eine Abwanderung. Viele Deutsche und Schweizer sind schon während des Krieges rückgewandert.

1919 leben in Bludenz 119 Protestanten (1913 waren es 193)

In der Jahreshauptversammlung am 6. März 1927 kann Pfarrer Schmidt mit großer Freude bekanntgeben, dass die Firma Suchard einen Bauplatz zur Erstellung eines Bethauses kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Am 1. September 1935 findet die Grundsteinlegung statt. Dank vieler Spenden aus der benachbarten Schweiz, sowie vieler Gemeindemitglieder war das Geld aufgebracht worden.

Am 5. Juli 1936 wird die Kirche-Gemeindehaus der Bestimmung übergeben.

Am 17.8.1965 beschließt die Gemeindevertretung Bludenz die Umwandlung in eine Tochtergemeinde zu beantragen.

Am 24.5.1966 wird dieser Antrag auf der Synode genehmigt.

Zu dieser Zeit sind im Bereich Bludenz 751 Gemeindemitglieder gemeldet.

1972 wird für Bludenz eine eigene Pfarrstelle eingerichtet, am 2. Januar 1973 tritt Pfarrer Veghy seinen Dienst an.

Ab dieser Zeit kommt der Wunsch auf Verselbstständigung in Bludenz auf.

Mit Beschluss des O.K.R. vom 22.9.1977 erfolgt die Umwandlung der Tochtergemeinde in die „Pfarrgemeinde Bludenz“

Im Juni 1986 erleidet Pfarrer Veghy einen weiteren Herzanfall und muss am 1.1.1987 aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst ausscheiden.

Die Ausschreibung der vakanten Pfarrstelle brachte keine ernsthaften Bewerbungen und eine zweite Ausschreibung war ebenfalls erfolglos.

Am 1.10.1988 beginnt Vikar Große aus Ahrensburg in Bludenz seine Tätigkeit. Er absolviert in Dornbirn sein Vikariatsjahr, leider endet es schon am 10.2.1989.

Pfarrer Neumann aus Dornbirn betreut neben seiner Pfarrstelle nun auch wieder Bludenz. In dieser Zeit ergibt sich, dass Vikarin Wolf-Nindler Interesse an der Pfarrstelle Bludenz zeigt. Ab 1.9.1989 beginnt ihre Tätigkeit als Pfarramtskanditatin. Am 23.6.1991 nimmt LSI Karner die Ordination in der Kirch Bludenz vor.

Leider blieb Frau Wolf-Nindler danach nicht in Bludenz. Die Neubesetzung gestalltete sich wiederum sehr schwierig.

Seit dem 1.November 1991 ist Pfarrerin Eva-Maria Franke in Bludenz tätig

Gebührenordnung

Gebühren der evangelischen Kirche Bludenz

beschlossen in der Gemeindevertreter-Sitzung vom 13. März 2018 gültig ab 1.04.2018

 

 

Grabgebühren                                                                                 € 15,-  jährlich

Bei Neuerwerbung einer Grabstätte werden für die ersten 15 Jahre die Gebühr eingehoben, danach alle 5 Jahre

 

Kirchennutzung außerhalb eines

Gottesdienstes:

für Gemeindemitglieder                                                                    €     50,-

für Nichtgemeindeglieder                                                                 €     100,-

 

Amthandlungen

für Gemeindemitglieder  Taufen/Beerdigungen                               freiwillige Spenden

für Nichtgemeindemitglieder                                                            €     250.-

Orgelbegleitung                                                                                 €     25,-

 

Fahrtkosten bei Amtshandlungen außerhalb unserer Kirche

Gemeindemitglieder                                                                                 keine, innerhalb des Bezirkes BZ

Nichtgemeindemitglieder                                                                  pro km € 0,43

Laut BMF

 

Nutzung von Gemeinderäumen

Anmietung für private Aktivitäten (mit Küche/Geschirr, Toiletten)

eigene Reinigung                                                                               €     100,-

 

Nutzung Jugendkeller

Anmietung für private Aktivitäten eigene Reinigung

mit Dusche                                                                                        €     25,-

ohne Dusche                                                                                      €     20,-

 

 

Von der altkatholischen Gemeinde werden 150-. € verlangt, für Kirchennutzung

 

 

Friedhofsordnung

I. Allgemeine Bestimmungen

 § 1: Eigentumsverhältnis

Rechtsträger und Eigentümer gemäß des Vorarlberger Landesgesetzblattes 1969/22 Nr. 58, § 31 (2) des Friedhofes der Evang. Pfarrgemeinde A. und H.B. Bludenz, ist die Evang. Pfarrgemeinde A. und H.B. Bludenz.

§ 2: Verwaltung und Aufsicht

Die Verwaltung des Friedhofes obliegt dem Presbyterium in Verantwortung vor der Gemeindevertretung der Pfarrgemeinde Bludenz. Die Gemeindevertretung ernennt einen Beauftragten für Friedhofsangelegenheiten,  dieser hat mit dem Presbyterium für einen geordneten Betrieb des Friedhofes zu sorgen und die Erhaltung aller baulichen und gärtnerischen Anlagen und Wege zu beaufsichtigen. Die laufenden Geschäfte des Friedhofes werden vom Beauftragten für Friedhofsahngelegenheiten erledigt.

§ 3: Beerdigungsrecht

 a)      Der Friedhof dient zur Beisetzung von Personen und deren Verwandten ersten Grades, die bei ihrem Tode im Bereich der Evang. Pfarrgemeinde A. und H.B. Bludenz ihren Wohnsitz oder Aufenthalt hatten.Die evangelischen Bekenntnisses sind, sowie derjenigen, die ein Anrecht auf Benützung eines Sondergrabes haben. Für Beisetzung anderer Personen bedarf es der besonderen Genehmigung. In diesem Fall kann eine Erhöhung der Grabplatzgebühr verfügt werden.

b)      Sämtliche Grabstätten bleiben Eigentum der Pfarrgemeinde A. und H.B. Bludenz.

c)      Die gesamten Erträgnisse aus den Grabstätten gehören der Pfarrgemeinde A. H.B. Bludenz.

d)      Monumente, Denkmäler, Grabdenkmäler und Grabkreuze, welche nicht innerhalb von 6 Monaten nach Ablauf des erworbenen Nutzungsrechtes von den Nutzungsberechtigten oder deren Erben entfernt werden, verfallen zugunsten der Pfarrgemeinde A. und H.B. Bludenz.

e)      Im Falle der Auflassung des Friedhofes ist die Gemeindevertretung berechtigt, auch schon vor Ablauf der Nutzungsdauer der Gräber den Friedhof außer Betrieb zu setzen und die Einstellung der Bestattung anzuordnen. In diesem Fall endet das Nutzungsrecht ohne Leistung einer Rückvergütung mit dem Zeitzpunkt der Auflassung des Friedhofes.

§ 4: Einrichtungen des Friedhofes

Zum evangelischen Friedhof  Bludenz gehört neben der Bestattungsanlage mit den Gräbern der Verstorbenen ein Aufbahrungsraum. die Benutzung steht allen Nutzungsberechtigten eines Grabes gegen Entrichtung der hierfür festgesetzten Gebühr frei.

§ 5: Arten der Gräber

Es werden nur noch Urnen bestattet und es wird empfohlen, das verrottbare Urnen genommen werden.

Die Genehmigung, ob eine Öffnen der Grabstätte nach einer Erdbestattung gestattet werden kann, muss für jedes Grab separat eingeholt werden.

 §6 : Verbote

Innerhalb des Friedhofes ist unbedingt verboten:

a)      Das Mitbringen von Tieren

b)      Der Aufenthalt unbeteiligter Zuschauer bei Bestattungsfeierlichkeiten.

c)      Das Ablegen von Müll jeglicher Art.

§ 7: Vornahme gewerblicher Arbeiten an Grabstätten

Gewerbliche Arbeiten an den Grabstätten dürfen nur nach vorheriger Anmeldung beim Beauftragten für Friedhofsahngelegenheiten ausgeführt werden. Die Berechtigung zur Vornahme der Arbeiten ist gegebenenfalls durch eine Bestätigung des Nutzungsberechtigten nachzuweisen. Die Gewerbetreibenden haben die durch ihre Tätigkeit entstandenen Abfälle abzutransportieren.

II. Bestattungsvorschriften

§ 8: Die Bestattung erfolgt nur nach vorhergehender Anmeldung beim Pfarramt Bludenz und nach Vorlage der Sterbeurkunde bzw. der Bestattungsbewilligung und des Leichenpasses.

§ 9: Bestattungs- und Beisetzungszeremonien

Zeremonien, die mit christlicher Auffassung vom Tode und christlicher Sitte unvereinbar sind, sind verboten.

§ 10: Exhumierungen

von Leichen dürfen, sofern sie nicht nach § 1287 St.PO vom Gericht angeordnet wurden, nur mit Bewilligung des Gesundheitsamtes und nur unter der Leitung des Amtsarztes vorgenommen werden.

III. Nutzungsrecht

§ 11: Erwerb und Übergang des Nutzungsrechtes

 a)      Das Nutzungsrecht an einem Grab wird auf eine Berechtigungszeit von 15 Jahren eingeräumt. Es kann über Ansuchen gegen neuerliche Gebührenentrichtung jeweils um weitere 5 oder 10 Jahre verlängert werden. Das Nutzungsrecht kann nur von einer Person erworben werden, und ist unveräußerlich. Ausnahmen bedürfen der Bewilligung. Über das Nutungsrecht stellt die Friedhofsverwaltung eine Bestätigung aus.

b)      Nach dem Tode des Nutzungsberechtigten geht das Recht auf diejenige Person über, zu deren Gunsten eine letztwillige Verfügung bezüglich des Nutzungsrechtes vorliegt, wobei Verfügungen zugunsten von mehr als einer Person ungültig sind.

c)      In Ermangelung einer letztwilligen Verfügung geht das Nutzungsrecht auf den überlebenden Ehegatten, und wenn eine solcher nicht vorhanden ist, auf ein eheliches Kind ( §681 ABGB) über. Verwandten entfernten Grades steht auf Grund der gesetzlichen Erbfolge kein Anspruch auf die Grabstätte zu.

d)      Unter mehreren Kindern hat das Kind der ersten Generation vor den Enkelkindern, bei Gleichheit des Grades das höhere Alter den Vorzug.

§ 12: Erlöschen und Erneuerung der Nutzungsrechte

a)      Das Nutzungsrecht erlischt an den Reihengräbern nach  15 Jahren.

b)      Das Nutzungsrecht an Familiengräbern ist gegen weiteren Erlag der jährlichen Gebühr zu verlängern. Eine Vorauszahlung für die Sicherung des Nutzungsrechtes für maximal weiter 10 Jahre ist möglich. Nach Erlöschen des Nutzungsrechtes bzw. Einstellung der Zahlungen zur Verlängerung desselben kann über die Grabstätten von der Verwaltung verfügt werden. In diesem Fall ist der Nutzungsberechtigte schriftlich, bei unbekanntem Aufenthalt durch Kundmachung an der Grabstätte („ Wird aufgelassen! Bitte melden“) unter Setzung einer angemessenenFrist auf die Säumnisfolgen aufmerksam zu machen.

c)      Mit Erlöschen des Nutzungsrechtes fällt das Grab ohne Entschädigungsanspruch der Evang. Pfarrgemeinde A. und H.B. Bludenz zur freien Verfügung anheim.

d)      Der letzte Inhaber des erloschenen Nutzungsrechtes bzw. dessen Rechtsnachfolger ist verpflichtet, binnen zwei Monaten nach Erlöschen des Nutzungsrechtes das Grabmal samt Zubehör zu entfernen. Kommt er dieser Verpflichtung nicht fristgerecht nach, wo wird die Räumung der Grabstätte durch die Friedhofsverwaltung auf Kosten des Nutzungsberechtigten veranlasst und es gilt das Eigentum am Grabmal samt Zubehör als zu Gunsten der Pfarrgemeinde A. und H.B: Bludenz aufgegeben. Eine Entschädigung dafür wird nicht geleistet. Gegebenfalles kann der Erlös aus dem Verkauf des Grabmals auf die Räumungskosten angerechnet werden.

§ 13: Instandhaltung der Grabstätten

a)      Der Nutzungsberechtigte ist berechtigt und verpflichtet, das Grab in einem guten, für das Auge gefälligen Zustand zu erhalten.

b)      Die Grabdenkmäler dürfen, außer zum Zwecke der Ausbesserung oder Erneuerung, während der Dauer des Nutzungsrechtes nur mit Bewilligung der Friedhofsverwaltung entfernt werden.

c)      Grabdenkmäler, die vor Ablauf der Nutzungsdauer baufällig werden, ohne dass der Nutzungsberechtigte rechzeitig für die Instandhaltung Sorge trägt, können nach ergebnisloser Aufforderung von der Friedhofsverwaltung ohne Haftung für allfällige Beschädigung abgetragen und entfernt werden.

§ 14: Bestattung in Familiengräber

 a)      In Familiengräber können der Erwerber und seine Angehörigen bestattet werden. Die Beisetzung anderer Personen bedarf besonderer Genehmigung.

b)      Als Angehörige gelten

  1. Ehegatten
  2. Verwandte in auf- und absteigender Linie, Geschwister und Adoptivkinder
  3. Die Ehegatten der unter 2. bezeichneten Personen

c)      In einem Familiengrab dürfen 6 Personen beigesetzt werden.

§ 15: Entzug des Nutzungsrechts bei Vernachlässigung

Das Nutzungsrecht kann ohne Entschädigung entzogen werden, wenn die Grabstätten mit Zubehör trotz dreimaliger schriftlicher Aufforderung nicht entsprechend angelegt und gepflegt werden. Sind die Nutzungsberechtigten unbekannt oder nicht zu ermitteln, hat eine Bekanntmachung analog § 12 c zu erfolgen.

§ 16: Höchstausmaße der Gräber

Die Gräber haben eine Höchstausmaß von 2m x 1,20m  Tiefe 1,90m

 § 17: Vorschrift über die Ersichtlichmachung

Alle Grabstätten sind planmäßig mit fortlaufenden Nummern zu verzeichnen. Zum raschen Auffinden der Grabstätten ist eine Namenskartei der Nutzungsberechtigten zu führen. Ein Gesamtplan ist zu jedermanns Einsicht aufzulegen.

IV. Ausführung der Grabdenkmäler und Bepflanzung der Gräber

§ 18: Über jeder besetzten Grabstätte ist ein passendes Grabdenkmal zu errichten. Es muss standsicher aufgestellt und nötigenfallsmit einem Fundament versehen werden, dass es sich beim Öffnen unmittelbar benachbarten Gräber weder senkt noch umstürzt. Grabmäler sind derart zu setzten, dass sie in gerader Linie zueinander stehen.

§ 19: Ausmaß der Grabeinfassung

Da nur noch Urnen beigesetzt werden, entsprechen die Ausmaße der Grabeinfassung nunmehr 1,20 x 1,20 m

§ 20: Bepflanzung der Grabstätten

 Jedes besetzte Grab soll mit einem entsprechenden gärtnerischen Schmuck versehen sein. Nachbargräber dürfen dadurch nicht beeinträchtigt werden, desgleichen nicht die Zugänge zu dahinter liegenden Gräbern.

 § 21: Denkmalgenehmigung

a)      Vor der Neuerrichtung von Denkmälern, Einfassungen und sonstigen baulichen Anlagen sowie der Bepflanzung von Bäumen oder Sträuchern ist mit der Friedhofsverwaltung Rücksprache zu  pflegen.

b)      Ohne Genehmigung errichtete Bauten und gärtnerische Anlagen können auf Kosten des Nutzungsberechtigten entfernt werden. Rankende Pflanzen ( z B. Efeu)

§ 22: Haftung bei Arbeiten an Grabstätten

Für Unfälle, die durch unsachgemäßes Aufstellen, sowie überhaupt für alle Schäden, die durch Arbeiten an Grabstätten entstehen, haften die jeweiligen Nutzungsberechtigten.

V. Schlussbestimmung

§ 23: Haftung bei Schäden

Die Pfarrgemeinde A. und H.B. Bludenz übernimmt keine Haftung für Schäden, die an Grabstätten durch Ablauf der Zeit, durch Schnee, Windbruch, Elementarereignisse, durch Beschädigung seitens Dritter oder sonst entstehen. Sie haftet nicht für Diebstähle an privatem Eigentum wie Denkmalteilen, Blumen, Kränzen etc.

§ 24: Höhe der Gebühren

Für die Einhebung der Gebühren ist die jeweilige, von der Gemeindevertretung, beschlossene Gebührenordnung maßgebend. Die Gebührenordnung ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Friedhofsordnung.

§ 25: Anfechtung eines Bescheides der Friedhofsverwaltung

Gegen eine Entscheidung der Friedhofverwaltung steht den Parteien eine binnen 2 Wochen, vom Tage der Verständigung an, einzubringende Berufung an die Gemeindevertretung offen.

§ 26: Inkrafttreten dieser Ordnung

Diese Friedhofsordnung wurde in der Gemeindevertretungssitzung vom  16.10.2008 beschlossen und tritt nach Genehmigung des OKR in  Kraft.

Adressen

Pfarrerin Eva-Maria Franke

Oberfeldweg 13

6700 Bludenz

Telefon: 05552/67483

Handy: 0664/8650493

E-Mail: eva-maria.franke@aon.at

Kuratorin Gabriela Glantschnig

Tschengla 115

6707 Bürserberg

Telefon: 05552/32793

Handy: 0664/8725955

E-Mail: haus.gavalina@aon.at

Büro Manuela Hilbrand

Montag, Dienstag, Mittwoch 8.00 – 12.00 Uhr

Telefon: 05552/63290

E-Mail: evang.pfarramt.bludenz@aon.at